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Standorte Zertifizierter Veterinär-Thermografen in Deutschland und Österrich

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Ansprechpartner:

Thermografie Institut Berlin
Thomas Zimmermann
Telefon: (+49) 0700 / 340 62 709

Neben den bekannten Anwendungen wie beispielsweise Hufuntersuchungen, ergeben sich speziell in der Veterinärmedizin vielfältige Möglichkeiten diese Technologie zu nutzen.

Die Auswertung eines Thermogramms beschränkt sich nicht ausschließlich auf das Bildergebnis, sondern zum großen Teil auf die rechnerische und parametrische Auswertung der Messung.

Die Anwendbarkeit der Thermografie und somit auch der große Vorteil liegt darin, dass wir hier alle elektromagnetischen Schwingungen/Strahlungen oder einfach - Wärme - sichtbar machen können. Überall, wo Wärme im Spiel ist, gibt uns die Infrarot-Aufnahme Auskunft über die Intensität, also die Stärke der Strahlung und somit über die Temperatur. Eine empfindliche Infrarot-Kamera misst auf das hundertstel °C (K) genau und ermöglicht das Aufspüren kleinster thermischer Anomalien.


Aber: Nicht jede Abweichung ist auch ein Befund!

Und: Beachte nicht allein die Farben im Bild, sondern:

Die unterschiedlichen Farbdarstellungen geben nicht unbedingt hohe Differenzen in der Temperatur wieder. Im Bildergebnis werden hier nur geringe Schwankungen mit hohem Farbkontrast dargestellt, um die visuelle Auswertung zu erleichtern.

Alle Einfluss nehmenden Parameter und Strahlungseinflüsse können ihren spezifischen Eigenschaften entsprechend gefiltert, herausgerechnet und im Bildergebnis ausgeblendet werden.

Wir können mit einer thermografischen Aufnahme nur Oberflächentemperaturen abnehmen. Die Einschränkung für die Diagnostik lautet also: Ein Knochenbefund, Organe und alles andere "Innenliegende" ist bis auf wenige Ausnahmen nicht sichtbar zu machen.

Die Ausnahme: Oberflächennahe Strahlung, die sehr stark und noch dazu konstant ist, und sich so bis an die Oberfläche durchsetzen kann.


Pferde

Die in den Thermogrammen sichtbaren oberflächennahen Gefäße der Pferde dienen in ihrer Überschneidung als Anhaltspunkt und Messpunkt bei allen Pferden. Der errechnete Schnitt findet sich in Tabellen wieder, die zur anwendbaren Statistik in der Veterinärmedizin beitragen.

Hieraus wurden Verfahren entwickelt, die den Trainingszustand ableiten lassen sowie Leistungsressourcen (beispielsweise im Wettbewerb) erkennbar machen. Ebenso wurde ein berührungsloses, auf einige Meter Entfernung anwendbares Verfahren zur Abnahme der Körper-Kerntemperatur entwickelt.

Die Abnahme der Körper-Kerntemperatur während des Wettbewerbes - quasi "im Vorbeitraben" - erfolgte anhand der Aufnahme der Widerspiegelung des Augenhintergrundes auf der Netzhaut, mit einer (rechnerischen) Korrektur der Emittierfähigkeit der Augenoberfläche, unter Berücksichtigung der Reflektion der gekrümmten Linse und der Feuchte (des Auges), also der Augenoberfläche. In dieses komplexe Verfahren einbezogen sind unter anderem: Wind, Umgebungstemperatur, Luftfeuchtigkeit und Transmissionsfähigkeit der Linse (Durchlässigkeit der Linse für Infrarotstrahlung).

Dieses Verfahren ist neu und kam im Rahmen der Weltreiterspiele 2006 in Aachen bei den Distanzreitern des deutschen Kaders erstmals erfolgreich zur Anwendung.


Zeitvorteil im Wettbewerb, mit Hilfe von Thermografie

Die thermografischen Untersuchungen der Abkühlung von Leistungssportpferden (Distanzpferde des deutschen Nationalkaders) haben neben neuen Erkenntnissen über die allgemeine Gefäßdynamik (Kontraktionsfähigkeit der Gefäße) auch wesentlich dazu beigetragen, die bisher angenommenen spezifischen Punkte zur Kühlung zu differenzieren - also herauszufinden, an welcher Stelle es sinnvoll ist zu kühlen und wo nicht. Der gewonnene Zeitvorteil in der Kühlung spiegelt sich in den Platzierungen wider.